Nichts geht über Production Value

Luftbilder erhöhen den Production Value

Luftbilder erhöhen den Production Value

Production Value ist ein Schlagwort, das oft fällt, wenn man sich mit Unternehmensfilmen auseinandersetzt. Und natürlich steckt mehr dahinter als die pure Übersetzung „Produktionswert“ vermuten lässt. Production Value meint weniger den Wert, eher die Wertigkeit einer Produktion.

Ganz praktisch gesagt geht es um schöne, eindrucksvolle Bilder, die beim Kunden Eindruck machen und lange in Erinnerung bleiben. Den Production Value kann man auf vielen Ebenen erhöhen. Zuerst ist natürlich die Kameraarbeit zu nennen. Der durchdachte und kreative Einsatz von Licht, Objektiven und Perspektive machen schon einen großen Unterschied. Was man dafür braucht, ist weniger teure Ausrüstung als vielmehr Erfahrung.

Teurer wird es, wenn es darum geht, die Kamera mit technischen Hilfsmitteln zu bewegen. Dazu gehören Dollysysteme, bei denen die Kamera samt Stativ auf einem beweglichen Untersatz bewegt wird. Ähnliche Effekte erreicht man mit Steadicam oder Movi-Systemen, die den Effekt einer schwebenden Kamera erzielen. Ungewöhnliche Perspektiv-Wechsel erzielt man mit Kamerakränen, die eine Kamera schnell in luftige Höhen heben können.

Noch weiter geht es mit Luftaufnahmen. Früher sehr teuer, da nur vom Helikopter oder Flugzeug aus machbar, sind Luftbilder inzwischen – dank Multicoptern und sehr kleinen HD-Kameras – in finanzierbare Regionen gerückt.

Sind die Bilder in der Kamera, braucht es natürlich gute Schnittarbeit, um einen ansehnlichen Bilderfluss zu erschaffen. Auch hierbei zählt wieder die Erfahrung, und nicht das Schnittprogramm, das man dabei nutzt. Doch kann man mit bewegten Bildern viel mehr machen, als sie nur aneinanderzuhängen. Auch abseits von Hollywood-Spezialeffekten gibt es viele Möglichkeiten, einen Film grafisch zu veredeln. Das beginnt bei Schrifteinblendungen, die interviewte Personen mit Namen und Positionen versehen. Doch es können auch grafische Ergänzungen des gefilmten Bildes sein, und es kann weitergehen bis zu vollständig animierten grafischen Rahmen, wo das Filmbild nur noch ein Element der Gestaltung ist.

Wenn es um Filmgrafik geht, gibt es zwei Wege: legt man Wert auf exklusives, komplett aus der Unternehmens-CI entwickeltes Design, muss man einen Grafiker beauftragen, der dieses Design individuell entwickelt. Das ist machbar, aber kostet mindestens soviel wie der ganze übrige Film.

Der andere Weg ist der Einsatz von Templates. Das sind vorgefertigte Schablonen mit Animationen, die man konfektionieren kann. Schriftarten. Logos und Unternehmensfarben können hier berücksichtigt werden. Hierbei muss man natürlich Kompromisse eingehen, doch ist dieser Weg weitaus preisgünstiger – wenn der Filmproduzent denn die Spezial-Software beherrscht, die man für das grafische Filmdesign benötigt.

Zu guter Letzt soll auch noch das Grading erwähnt werden. Beim Grading gibt man den Bildern einen bestimmten Look, der vom Aussehen alter analoger Filmtypen bis zu modernen Bildinterpretationen reichen kann.

Das Thema Production Value ist so umfangreich, dass es nicht in einem einzigen Beitrag zufriedenstellend erklärt werden kann. Darum werden sich die kommenden Blog-Beiträge ausführlicher einzelner Aspekte des Themas annehmen.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>