Was macht einen guten Unternehmensfilm aus?

Luftbilder werden auch im Unternehmensfilm immer wichtiger

Luftbilder werden auch im Unternehmensfilm immer wichtiger

Schaut man sich Unternehmensfilme an, ist das nicht so einfach zu beantworten. Es gibt viele gute Filme, und sie sehen alle unterschiedlich aus. Es ist also kein „Schema F“ auszumachen, kein Strickmuster, nach dem ein guter Firmenfilm gestaltet sein muss.

Dennoch gibt es Prinzipien, die sich einem Filmemacher durch lange Praxis erschließen. Dabei geht es nicht darum, en bestimmte Zahl von Einstellungen so, und eine andere Anzahl wiederum so zu gestalten. Es geht immer um eine bestimmte Arbeitsweise.

Am Anfang steht dabei keineswegs die Idee. Die kommt später. Am Anfang steht das Verständnis für den Kunden. Nicht nur für seine Produkte oder Dienstleistungen, sondern für seine Ziele. Es gilt auch, den Kunden zu coachen, ihm zu zeigen, was ein Film kann und was nicht – etwa dass mehr als ein oder zwei Grundaussagen in einem kurzen Unternehmensfilm kaum unterzubringen sind.

Es geht auch darum, die Eitelkeiten eines Kunden zu verstehen. Ob und wie er selber oder bestimmte Mitarbeiter im Film dargestellt werden, kann über Wohl und Wehe bei der Endabnahme entscheiden.

Jetzt kommt die Idee. Hat man verstanden, was der Kunde will, wird in einem Treatment oder einem Skript die Idee zum Film entwickelt. Hier muss der Kunde eingebunden werden, denn nur in diesem Stadium können Änderungen ohne großen Aufwand und ohne zusätzliche Kosten eingebracht werden.

Es folgen organisatorische Schritte, in deren Mittelpunkt der Drehplan steht. Wann wird wo mit wem und was gedreht? Auch dies gilt es mit dem Kunden ausführlich zu besprechen, sonst wird am Drehtag etwas oder jemand nicht da sein.

Für die Dreharbeiten gibt es keine festen Regeln. Wie gefilmt wird liegt im kreativen Ermessen des Filmemachers. Grundregel ist jedoch: Filme nur mit dem Equipment, mit dem du vertraut bist. Man wird mit einer schlechteren Kamera, deren Bedienung (und deren Macken) man kennt, bessere Bilder machen als mit einem Top-Modell, das man nicht beherrscht. Das Gleiche gilt für zusätzliche Ausrüstung. Was soll man mit einem tollen Kamera-Kran, wenn man nicht weiß, wie er bedient wird und mit welchen Bewegungen die besten Bilder gemacht werden?

Natürlich muss man als Filmemacher up to date bleiben. Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, wird irgendwann zum alten Eisen gehören. Neue Kameratypen mit großen Bildsensoren haben den ästhetischen Anspruch an Unternehmensfilme gewaltig steigen lassen. Kameradrohnen für Luftaufnahmen halten gerade Einzug in die Welt der Unternehmensfilme. Solchen Trends darf man sich nicht verschließen.

Dasselbe gilt für die Nachbearbeitung. Früher reichte es, Bilder und Töne gut zu schneiden, also in eine sinnvolle und schön anzusehende Abfolge zu bringen. Doch was einst Hollywood vorbehalten war, hat inzwischen Einzug in die Welt der Unternehmensfilme gehalten: Colorgrading.

Color … was? Colorgrading bezeichnet die Nachbearbeitung der gefilmten Bilder, ähnlich wie Fotografen es mit Photoshop machen. Man erzeugt damit etwas, das man den „Look“ nennt. Vereinfacht gesagt: man macht die Bilder schöner als sie sind, wenn sie aus der Kamera kommen.

Wer all dies beherzigt, ist auf dem besten Weg zu einem guten Unternehmensfilm, der nicht nur dem Kunden gefallen wird, sonder (fast) noch wichtiger: den Kunden des Kunden.

 

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