So geht Unternehmensfilm, Teil 3 – Die Postproduktion

postproduction

Der dritte und letzte Teil der Kleinserie „So geht Unternehmensfilm“ gibt einen Überblick über die letzte Phase der Firmenfilm-Herstellung: Die Postproduktion. Das hat natürlich nichts mit dem Verschicken von Päckchen zu tun. Es geht um die häufig unterschätzte Arbeit, aus dem, was die Kamera aufgezeichnet hat, einen kompletten Film zu machen. Meist dauert die Postproduktion doppelt oder dreimal so lange wie die Vorproduktion und die Produktion zusammen.

Egal wie eindrucksvoll die Dreharbeiten gewesen sein mögen, ab jetzt zählen nur die Bilder, die von der Kamera eingefangen wurden. Der erste Schritt der Postproduktion ist darum das Sichten. Jede Einstellung und alle Töne werden begutachtet, benannt, bewertet und für die weiteren Arbeiten vorbereitet. Der genaue Ablauf ab jetzt kann sich im Detail unterscheiden, macht aber im Ergebnis keinen großen Unterschied. Bei myllerfilm wird zunächst mit dem Ton gearbeitet. Ton ist die Basis des Films. Es ist einfach, die Dauer und Folge von Bildern zu verändern. Eine Aussage in einem Interview oder eine musikalische Phrase kann man jedoch nicht so einfach umdrehen und kürzen. Auch macht es Sinn, einen geplanten Sprechertext jetzt zu produzieren. Es ist immer besser, das richtige Bild auf das richtige Wort zu legen, wenn es den Sprecherton bereits gibt.

Als nächstes gilt es, Töne und Bilder in eine Reihenfolge zu bringen, in Sequenzen und Längen, die einen Sinn ergeben. Das geschieht in einem speziellen Schnitt-Programm, wir verwenden Premiere Pro dafür. Doch ist damit erst der sogenannte Rohschnitt fertig, jetzt geht es an die Feinheiten.

Ein solider Unternehmensfilm hat ein Intro, das meist aus dem animierten Logo des Kundenunternehmens besteht. Auch gehören grafische Einblendungen innerhalb des Films dazu, etwa um handelnde Personen mit ihrem Namen zu kennzeichnen. Diese Arbeiten werden nicht in einem Video-Editor, sondern mithilfe von Compositing-Programmen erledigt, z.B. mit After Effects.

Ist der Film so vervollständigt, wird als abschließender Schritt noch das Grading durchgeführt. Dabei werden bei jeder einzelne Einstellung des Films zunächst die gewünschte Helligkeit und Farbe eingestellt. Abschließend wird ein sog. Look entwickelt, der den Film freundlich oder düster, metallisch oder warm, sonnig oder kühl wirken lässt.

Was noch folgt ist die Abnahme des Films durch den Kunden – und dann geht es vielleicht an einigen Punkten wieder von vorne los.

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